Tschüss Google Analytics, Hallo Piwik

Wenn man in Deutschland lebt, hat man es in mancher Hinsicht nicht einfach, auch als Webmaster nicht. Was das deutsche Datenschutzgesetz angeht, bin ich zwiespältig. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass Grenzen gesetzt werden, das darauf geachtet wird, das persönliche Daten nicht missbraucht werden, aber auf der anderen Seite fühle ich mich irgendwie in meiner Freiheit eingeschränkt. Denke ich ein wenig mehr über den Begriff "Freiheit" nach, stelle ich nach kurzer Zeit fest, dass ich ja gar nicht "frei" bin und es vermutlich, so wie man es vielleicht in den USA versteht auch nie sein werde. Denn, übernimmt man die Verantwortung für Sein tun, dann ist der Freiheitsraum automatisch kleiner und das ist ja dann eine freiwillig gewollte Sache ;).

Nun genug der Philosophiererei! Seit gestern benutzt diese Website kein Google Analytics mehr zur statistischen Auswertung der Besucher. Warum? Weil, es eine Alternative gibt, die für unsere Zwecke ausreichend gut ist, um Google Analytics zu ersetzen und die zudem, wenn sie richtig eingesetzt wird, zu 99,9% datenschutzkonform ist. Piwik heißt das Zauberwort.

Piwik

Webanalyse mit Piwik

Ein paar Abstriche muss man schon machen! Obwohl Piwik recht umfangreich ist, kann ich z.B. nicht mehr sehen aus welchem Ort oder welcher Stadt ein Besucher kommt. Ich sehe jetzt nur das Land, aus dem ein Besucher kam. Damit kann ich prima leben. Natürlich gibt es noch andere Nachteile, aber die sind für mich zumindest wirklich vernachlässigbar, denn wir betreiben keinen Online-Shop, keine Werbeaktionen, keine Kampagnen (obwohl Kampagnen mit Piwik möglich sind) usw.

Die Details - Vorteile und Nachteile

Nun, wer die kleinen Details aber doch interessieren, kann in der folgenden Liste von ausgewählten Artikeln nachlesen. Ich kann das hier nicht besser, als andere das bereits gemacht haben. Aber achtet jeweils darauf, dass nicht immer die Rede von der aktuellsten Version ist.

Wie schützt Piwik die Privatsphäre des Besuchers?

Soweit mir bekannt ist, arbeitet Google auch daran sein Produkt Google-Analystics datenschutzkonfomer zu machen. Es ist auch möglich Google Analytics so einzustellen, dass IP-Adressen anonymisiert werden, aber momentan ist Piwik doch zu bevorzugen, allein schon weil der Webseitenbetreiber die gesammlten Daten selbt unter Kontrolle hat. Es gibt sicherlich noch viele weitere Aspekte wie Piwik in dieser Hinsicht momentan besser abschneidet, aber hier mal die Wichtigsten im Überblick.

  1. Die gesammelten Besucherdaten, werden auf dem eigenen Server gespeichert. Wenn richtig eingesetzt, ist der Standort dieses Servers in Deutschland.
  2. Die IP-Adresse des Besuchers wird verschlüsselt und anonymisiert. So kann der Webseitenbetreiber nicht mehr nachvollziehen oder zurückverfolgen, wer der Besucher war.
  3. Der Besucher kann selber darüber bestimmen, ob seine Daten überhaupt erfasst werden sollen. Die sogenannte "Opt-Out" Option, wenn vom Webseitenbetreiber eingebaut, ermöglicht es dem Besucher die Erfassung seiner Daten zu unterbinden. Siehe hierzu auch unsere Datenschutzseite, auf der dies bei uns möglich ist.

Allem in allem - unser Fazit

Wir sind zufrieden mit Piwik. Die Installation war sehr einfach. Die Performance ist ausreichend, als auch die statistische Auswertung, denn wir betreiben nur wenige Websites. Wenn wir damit näher an den Richtlinien des deutschen bzw. europäischen Datenschutzgesetzes sind und vor allem transparenter und benutzerfreundlicher werden, dann ist das Grund genug für den Umstieg, zumindest für uns!


1 Kommentar



[1] Gravatar0
beerndi sagte ...
12. Februar 2012, 16:12

...hmmm, also meine private Webseite habe ich für Suchmaschinen sowieso gesperrt, im Normalfall kommt niemand auf die Seite, es sei denn er kennt die Domain, wie meine Family oder Freunde... habe aber noch eine andere Geschäftsseite, von meiner Madame :) da möchte ich das auch mal ausprobieren :) Bin ja mal gespannt... muss nur noch die Zeit dazu finden ;)

Gruß Bernd

Ps: ich heiße auch Bernd ;) nicht verwechseln :D

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