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Linux Home Server im Überblick

Endlich bin ich nun dazugekommen ein paar Bilder von unserem Linux Home Server zu machen. Er läuft seit Februar 2011, 24 Stunden am Tag und bis jetzt gab es keinerlei Probleme oder Ausfälle.

Home Server Bilder

  • Linux Home Server mit geschlossenem Gehäuse
  • Chenbro Case offen ... Schick, nicht?
  • Eine der 4 Festplatten im Hot-Swap Rahmen
  • Das Intel Atom 330 Motherboard (D945GCLF2) im Chenbro Gehäuse
  • Ansicht von hinten. Das Originalnetzteil wurde enternt
  • Die neue Kabelführung der Hot-Swap Einschübe
  • Detailansicht, T-Balancer miniNG Lüfterkontroller, mit 2 Kanälen
  • Das picoPSU (DC-DC), direkt auf dem Motherboard eingesteckt
  • Der Raid-Controller, Promise FastTrak TX4310
  • Wechselstrombuchse wurde abgedeckt, neue steuerbare Papstlüfter eingebaut
  • Das Chenbro Servergehäuse von hinten

Wer möchte, kann die obigen Bilder auch gerne hochauflösend im Zip gepackt hier herunterladen. hires_linux_miniserver.zip (57,7 MB).

Die Hardware

Die Software

Hardware-Anpassungen

Diesbezüglich habe ich einiges verändert, aus verschiedenen Gründen, die Folgend erläutert werden.

Gehäuse und Netzteil

Obwohl das Gehäuse von Chenbro wirklich schön aussieht und im Großen und Ganzen hochwertig gefertigt ist, ist das eingebaute Netzteil eine Katastrophe. Zumindest bei meinem Gehäuse gab es immer einen Kurzschluss, wenn der Wechselstromstecker hinten reingedrückt wurde. Grund: Das Beinchen eines Kondensators berührte das Gehäuse wenn Druck durch den Stecker auf die Wechselstrombuchse kam. Außerdem nahm das Netzteil sehr viel Platz weg, sodass die Kabel, die von den vier Hot-Swap Einschüben im inneren des Gehäuses kommen, kaum Platz haben. Zudem können sie sich leicht lösen, wenn die Kabel im oberen Teil des Gehäuses ungünstig gezogen oder gebogen werden. Mir wurde das irgendwann zu Bunt und ich entschloss mich kurzerhand das Netzteil komplett zu entfernen. Nun hatte ich viel Platz für eine ordentliche Führung der SATA-Kabel. Das Netzteil habe ich durch ein effizientes und süßes kleines picoPSU ersetzt. Der DC-DC Wandler (also das eigentliche picoPSU) wird direkt auf das Motherboard gesteckt. Der AC-DC Wandler ist ein leistungsstärkeres Laptop-Netzteil, dass außerhalb des Gehäuses liegt.

Lüfter und Lüfter-Controller

Mit dem Chenbro kommen 2 eingebaute Gehäuselüfter, die in Ordnung sind, aber recht laut. Diese habe ich durch Lüfter der Firma Papst ersetzt. Ebenso den CPU-Lüfter. Das Ergebnis ist zufriedenstellend und um einiges leiser als zuvor. Ich habe auch noch einen Lüfter vorne im Gehäuse montiert, der aber nicht angeschlossen ist, da die Kühlung mit den zwei hinteren Lüftern, bis jetzt, mehr als ausreichend ist.

Damit die zwei Gehäuselüfter noch leiser laufen und um die Temperatur im Gehäuse steuern zu können, habe ich einen externen Lüfter-Kontroller eingebaut. Hierfür habe ich den T-Balancer miniNG gewählt, da dieser zwei separate Kanäle hat und somit die zwei Lüfter unabhängig voneinander zu steuern sind. Der miniNG kommt mit zwei Temperatursensoren. Einen habe ich in den Hot-Swap Bereich gelegt (der sich unterhalb des Motherboard befindet) und der Nähe des Motherboards. Momentan habe ich eine recht konstante Temperatur von 27-35°C im Gehäuse, egal wie warm der Sommer wird.

Raid-Controller

Der FastTrak TX4310 ist ein günstiger Raid-Adapter, den ich allerdings nur einsetze um alle Festplatten ansprechen zu können, den leider hat das Motherboard nur drei Onboard SATA-Anschlüsse und Fünf werden benötigt (einen für die OS Platte und vier für das Raid-Array). Für die Daten habe ich ein Software-Array mit mdadm eingerichtet, das momentan völlig ausreicht. Nett ist auch das Feature von mdadm E-Mails, im Falle eines Array-Problems, zu senden.

Das Einzige was mich noch ein wenig stört ist die Datendurchsatzgeschwindigt, die zwar mit 40-50 MB/s gut ist, aber auch stark schwankt. Weitere Tweakmöglichkeiten von Samba muss ich nochmal nachforschen.

2 Kommentare



[2] Gravatar1
seven sagte ...
20. Mai 2013, 16:37
Website von seven

Hi Tobias,
sorry für die sehr späte Rückmeldug. Also mit Gewalt bin ich nicht ans Gehäuse, das war nicht nötig. Ich musste, soweit ich mich erinnere aber die Motherboard-Platte entfernen. Ich werde in den nächsten Wochen meinen Server noch mal aufmachen, weil ich den Lüfter auf dem Motherboard gegen ein passives Kühlelement tauschen will. Dann kann ich nochmal nachschauen wie das mit dem Öffnen war.
lg tina

[1] Gravatar0
Tobias sagte ...
30. März 2013, 22:55

Hallo!
Mal eine (vielleicht)ganz blöde Frage:
Wie zur Hölle bist du an die Gehäuselüfter und das Netzteil gekommen?
Bei meinem Gehäuse (gleiches Modell) ließ sich lediglich die Seite für den Einbau des Mainboards entfernen. Ich habe die hintere Seite mit den Gehäuselüftern schlussendlich mit viel Gewaltfantasien freilegen können, aber so wie bei dir komplett entfernen lässt sich die Seite nicht, die ist fest verblombt.
Bist du da mit Spezialwerkzeug ran, habe ich irgend etwas total offensichtliches übersehen, oder wurde da die Herstellung des Modells verändert?

Bin mal gespannt, ob ich das Drecks-Teil jetzt wieder so zusammenfriemeln kann, dann man zumindest von außen nichts mehr von meinen Hulk-ähnlichen Verwüstungen sieht..

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Ja, erkenne mich, wenn ich das nächste mal hier bin