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Island-Tagebuch: Tag 2, Borgarnes

Bewertung

Borgarnes und Umgebung, 27. Mai 2012

Gleich nach dem Frühstück haben wir uns entschieden die umliegende Gegend zu erforschen, natürlich auch in Hinblick auf Caches in der Gegend. Wie so oft erwiesen sich die umliegenden Geocaches als guten Touristenführer. Insgesamt haben wir 6 Caches finden können, davon waren drei Earthcaches. Der erste Cache lag fast vor der Haustür. Ein kleiner Wasserturm in Borgarnes. Dieser war nichts Besonderes, dafür aber der Ausblick von ganz oben. Danach haben wir den kleinen Ort selbst erkundet.

Erstaunlicherweise war der Supermarket auch am Sonntag offen. So konnten wir uns mit etwas Proviant versorgen. Danach haben wir die Straße nach Vatnsendahlíð genommen und dort einen kleinen Cache in einem Waldgarten am See gefunden. Da die Straße nicht gepflastert war und immer schwieriger wurde, entschlossen wir uns weiter Richtung Reykholt zu fahren. Hier kamen wir an den beeindruckenden Heißwasser-Quellen „Deildartunguhver“ vorbei. Mit 100°C kommt das Wasser dort an verschiedenen Stellen mit wahnsinniger Geschwindigkeit aus dem Boden geschossen. Es roch etwas nach Schwefel, aber nicht so, dass man die Nase hätte zuhalten müssen. Die Isländer benutzen diese Quellen, um direkt ihr heißes Wasser davon zu schöpfen. So z. B. wurde unser Farmhaus in Borgarnes versorgt. Die Besitzerin erzählte uns, dass das Wasser noch mit 80°C bei ihr ankommt.

Bilder des Tages

  • Borgarnes
  • Deildartunguhver
  • Krater

Das fahrende Haus

Ein weiteres Highlight des Tages war der Besuch bei den „Hraunfossar“ Wasserquellen. Dort schießt das Wasser an vielen Stellen aus den Lavafeldern und bildet einen rasenden Fluss. Irgendwo auf der Strecke, die teilweise wieder ungepflastert war, kam uns auf einmal ein fahrendes Haus entgegen. Ja, richtig, ein Haus! Es war eines dieser hölzernen Fertighäuser, das auf einem riesigen Lastwagen transportiert wurde. Das Problem war nur, dass die Straße viel zu klein war. Der Lastwagen kam näher und näher und so entschlossen wir uns die Böschung runter zu fahren, um Platz zu machen. Nun hielt der Lastwagen auf einmal an und drehte um. Tja, die Böschung hätten wir uns sparen können, aber zumindest war uns spätestens jetzt klar, dass wir mit der Wahl unseres kleinen Jimny eine gute Entscheidung getroffen haben.

Zusammenfassung (Video)


Die verhängnisvolle Abkürzung

Wir hatten noch nicht genügend Erfahrung gesammelt, um zu wissen, dass man lieber die gelben Straßen auf unserem GPS meiden sollte, oder nur mit großer Vorsicht angehen sollte. Auf dem Weg zu Rakel's Cache nahmen wir also den kurzen Weg über eines dieser gelben Straßen. Keine gute Idee! Die Straße wurde schlechter und schlechter und am Ende fuhren wir mit Allradantrieb einen Berg hoch, dessen Weg mehr aus riesigen Löchern und Steinen bestand, als aus Straße. Am Ende mussten wir auch noch feststellen, dass wir uns verfahren hatten. Tja, immerhin war es eine aufregende Erfahrung.

Weiter gings zum Grabrok Krater in der Nähe von Bitfrost. Es gibt einen Weg mit Treppen bis oben hin. Von dort aus kann man direkt in den Krater schauen. Obwohl er nicht mehr aktiv ist, ist er dennoch sehr sehenswert und man sollte ihn unbedingt besteigen, wenn man nicht zu müde ist.

Pferdefleisch? Nein danke!

Unser zweiter Tag endete mit einem sehr, sehr leckeren Essen im Settlement Center direkt in Borgarnes. Das Restaurant ist sehr zu empfehlen, wobei ich auf das Tagesgericht „Pferdefleisch“ liebend gern verzichtet habe. Mein Alternativgericht, eine Lasagne, war lecker und das selbstgemachte Brot ein absolutes Muss. Am besten etwas früher hingehen, denn ab 18:00 Uhr füllt sich das Restaurant ganz schnell. Bei den Einheimischen scheint es ebenfalls sehr begehrt zu sein.

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