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T5 Geocacher-Kletterkurs für Anfänger

Am Wochenende waren wir auf unserem lang ersehnten T5-Kletterkurs von „kallerobs“ in Wüstenrot. Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht über einen T5 Grundkurs für Geocacher. Der erste Tag fing um 10:00 Uhr an und endete abends etwas nach 17:00 Uhr, der Zweite von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Insgesamt waren wir eine Truppe von 12 Geocachern. Alle waren wir unerfahren im Klettern, aber wissbegierig und voller Vorfreude, in der Hoffnung bald selbst T5-Caches bewältigen zu können.

An Ort und Stelle

  • Klettergarten
  • Klettertruppe
  • Abseilversuch
  • Aufsteigen
  • Die Bigshot
  • Baumklettern

Die Mutprobe

Nachdem wir mit der richtigen Ausrüstung (professioneller Klettergurt, Handschuhe, Helm usw.) ausgestattet waren, erzählte uns Robert (unser Trainer) in aller Ruhe, dass wir als erste Übung auf den Balken über uns (in acht Meter Höhe, siehe das erste Bild oben) klettern würden und wir dann von dort einfach runterspringen würden. Zuerst dachten wir er scherzt und waren zuversichtlich, dass dies niemals unsere erste Aufgabe seien könnte - wir waren ja schließlich ANFÄNGER. Aber, als er weiter davon erzählte, dämmerte es uns langsam, dass er keinen Witz machte. Ich begann mich ernsthaft zu fragen ob ich hier wirklich richtig war, aber zugleich, ob ich das schaffen könnte – das müsste doch irgendwie gehen?! Nach kurzer Zeit war mir klar … entweder jetzt oder nie.

Einige vor mir hatten es überlebt, ich schlich herum, beobachtete, staunte, bewunderte und überlegte, ob ich das machen will. Schließlich musste niemand, alles war freiwillig. Okay, okay … ich mach es! Ich kletterte also die Leiter hoch, dann entlang der Steigeisen am Holzstamm, bis hoch zum Balken auf dem man frei balancieren musste, bevor man den Sprung in den Abgrund wagte. Oben angekommen war es ein seltsames Gefühl. Ich war auf Höhenangst und wackelnde Zähne und Knie vorbereitet, aber es kam anders. Zu meinem Erstaunen war ich, dort oben angekommen, die Ruhe selbst. Vielleicht hat mein Verstand sämtliche Gefühle einfach ausgeschaltet, in dieser doch höchst dramatischen Situation. Ich fühlte nichts, ich genoss sogar den Blick in die Tiefe! Wie krank ist das denn? So stand ich nun da oben, vertraute auf die drei Geocacher unter mir, mit denen ich über Seil und Klettergurt verbunden war. Sie hatten mein Leben im Griff und sollten mein Fall in die Tiefe kurz nach dem Absprung aufhalten. Kinderleicht war es! Na gut, danach war es kinderleicht, davor hat es extreme Überwindung gekostet. Aber es hat sich gelohnt und ich bin stolz, das ich es gewagt und überlebt habe. Einen kleinen Eindruck von diesen acht Metern gibt es auch als Video. Ich denke, dass es den anderen Teilnehmer ähnlich erging.

Grenzen testen und wahrnehmen

Diese Hürde überwunden, ging es weiter mit Abseilübungen. Hier war nach dem ersten Abseilen und dem zweiten Aufstieg auf die Plattform für mich leider Schluss. Ich hatte einfach nicht mehr genügend Kraft die Leiter hochzuklettern. Tja, wer nicht „normal“ fit ist, sollte sich das Ganze gut überlegen. Für mich war das Okay. Es ging mir nicht primär darum T5er selber machen zu können, sondern auch darum, dass ich meinen Mann später beim Klettern unterstützen kann. Ich habe dann für den Rest des Kurses Fotograf gespielt. Ist man relativ fit, so wie es die meisten in unserem Kurs waren, dürfte es kein Problem seien den Kurs vollständig zu absolvieren - außer man hat vielleicht extreme Höhenangst o.ä..

Das Fazit

Insgesamt waren es zwei tolle Tage, an denen wir viel gelernt haben, viel geübt, gelacht und gestaunt haben. Herzlichen Dank an Robert und Jakob für die gelassene, ruhige und erfahrene Begleitung und sehr fachkundige Anleitung. Besonders an diesem Kurs ist, dass man nicht nur die Technik lernt, sondern auch die Grundlagen. Das kann besonders wertvoll sein, sollte die Technik mal versagen. Wer mehr über den Inhalt des Kurses erfahren will, kann dies auf der Website geoclimbing.de tun, oder bei GC1WKYE. Soweit ich weiß, werden neue Kurse jedoch erst nächstes Jahr wieder verfügbar sein.

Schließlich noch ein besonderes Danke an die anderen Kursteilnehmer. Wir waren eine tolle Truppe, wo jeder auf den Anderen Rücksicht genommen hat und alle aufeinander Acht genommen haben.


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Ja, erkenne mich, wenn ich das nächste mal hier bin